Freitag, 25. Dezember 2015

Weihnachtsgeschenk

Na, was hat Dir denn das Christkind gebracht?


Es kann eine heilige Frage sein, wenn man ernsthaft reflektiert, wie groß die Liebe Gottes ist, die uns überreich mit Gnade - ja mit sich selbst - beschenkt.
Es ist eine heilige Pflicht, wenn man dankbar und voll Ehrfurcht danach fragt, wie unfassbar groß das Erbarmen und die Güte Gottes im Kind von Bethlehem sichtbar wird.
Es ist ein heiliges Zeugnis, wenn man voll Freude, Dank, Jubel und auch in Staunen bekennt, dass immer Gott es ist, der uns zuerst entgegenkommt, uns zuerst beschenkt. Er ist es, der sich sogar selbst als Gabe offenbart und uns unverdient und doch übermächtig, voll Liebe und 
Gott hat sich uns geschenkt. Er selbst ist die heiligste Gabe, das größte Geschenk. Die heilige Nacht offenbart der Schöpfung im göttlichen Kind die unauslotbare Liebe Gottes.

Es kann aber auch ein Symptom der egozentrischen "ich-Verkrümmung" unserer Zeit sein, wenn man nur noch fragt: "Was bekomme ich?" - und dabei völlig vergisst, dass sich die Liebe immer auch nach einer Antwort sehnt. 


GOTTES LIEBE beschenkt uns überreich. Wie ist unsere Antwort auf diese Liebe?

Na, was hat Dir denn das Christkind gebracht?
"SEIN Leben!" 
Und was hast Du  dem Christkind zu seinem Geburtstag geschenkt?
"Mein Leben!"

Weihnachten ist ein Fest voller Geschenke - Geschenke vom Himmel für die Erde - Geschenke der Erde für eine Ewigkeit im Himmel - und natürlich auch die geteilte Freude, die überströmend dazu führt, dass man sich gegenseitig mit Gesten der Liebe beschenkt. 
Wenn die Geschenke an Weihnachten unter dem Baum ein Ausdruck dieser Wahrheit sind, dann sind sie wirklich weihnachtlich.
Wenn die Geschenke unter dem Baum eine Geste der Dankbarkeit für das unermessliche Geschenk der Liebe Gottes sind, ein kleines Zeichen, das einen Ausdruck auch in gegenseitiger Aufmerksamkeit äußern, dann ist dieser Brauch wieder ausgerichtet an der ewigen Wahrheit und wertvoll in dieser Eigenart.

Rein politische, soziale und ethische Prinzipien reichen nicht aus, um an Weihnachten für mehr Menschlichkeit zu plädieren, für Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft oder Solidarität.
Wenn man nur auf "Gutmenschentum" setzt, werden solche Aufrufe zu leeren, weltlichen Platitüden ohne Ewigkeitswert.
Erst wenn wir wieder bekennen, dass Gott Mensch wurde um uns durch seine Hingabe, seine Opferbereitschaft in göttlicher Liebe von all unseren Sünden zu erlösen - ergibt sich eine wahrhaft christliche Antwort, die ihm nachfolgen möchte.
Erst wenn wir wieder begreifen, dass sich der Himmel zur Erde neigte, um sie heimzuführen aus der Verlorenheit der Sünde und Weltnacht der Gottferne - erst dann können wir wieder sinnerfüllt auch für die Not der Welt eintreten. 
Nur im Blick auf die Ewigkeit und die Erlösung - verlieren wir uns nicht in sinnlosem Bemühen, denn dann erst hat alles den rechten Platz, den rechten Stellenwert und damit auch Ewigkeitswert.

Na, was hat Dir denn das Christkind gebracht?
"SEIN Leben!" 
Und was hast Du  dem Christkind zu seinem Geburtstag geschenkt?
"Mein Leben!"

In diesem Sinne wünschen wir 
eine gnadenvolle Weihnacht
durch die Fülle der Erlösung in der Vergebung der Sünden, 
in der Barmherzigkeit der Liebe Gottes, die uns mit Gott versöhnt und so auch befähigt, einander in seiner Gnade zu dienen und zu lieben.
Weihnachten 2015
im Jahr der Barmherzigkeit
M. Voss / D. Knopf




Bilder © Michaela Voss