Sonntag, 26. April 2015

Weltgebetstag um geistliche Berufe

Weltgebetstag um geistliche Berufungen

Ein Heiliger 
- ein einziger, heiliger Hirte - 
wirkt mehr Gutes im Reich Gottes, 
als tausend lau gewordene "bezahlte Knechte"!

Darum brauchen wir zunächst nicht so sehr
ein quantitatives „MEHR“ an geistlichen Berufungen,
sondern dringend mehr Heilige für diese Zeit
- Heilige - 
die wir durch GOTTES Gnade 
und von IHM
täglich neu erbitten dürfen.

(M.Voss)


Papst Franziskus hat für das Jahr 2015 ein „Jahr des Gott-geweihten Lebens“ ausgerufen. Beginn war der 1. Advent 2014. Anlass ist der 50. Jahrestag der Verabschiedung des Dekrets über die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens auf dem II. Vatikanischen Konzil.


Das Motto zum Weltgebetstag 2015 in Deutschland lautet: "Für Gott und die Menschen"

Dieses Leitwort drückt in aller Knappheit aus, was im gottgeweihten Leben Priorität hat: Erstens - GOTT und dann zweitens - die Menschen.
Genau dies ist auch die richtige Reihenfolge. 
  • Wo man GOTT die Ehre gibt, ist auch die Menschenwürde ganz vom Glanz SEINER Herrlichkeit erhellt.
  • Wo man den HERRN an die erste Stelle setzt und so SEINEM Gebot (vor allem dem 1. Gebot) nachkommt, da hat auch der Mensch stets den rechten Platz und wird so weder vergötzt, noch vergessen!
  • Wo man für GOTT alles gibt - da wird auch immer im Überfluss alle Gabe für den Menschen da sein!
  • Wo man sein Leben ganz in den Dienst GOTTES stellt, kommt der Mensch niemals zu kurz!
Wenn die Kirche weltweit zum Gebet um geistliche Berufe aufruft, dann folgt sie der Bitte JESU, der gesagt hat: "Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden." (Mt 9,38)

Wohlgemerkt geht es hier um die Ernte GOTTES - nicht um "mehr Personal" für pastorale Wohlfühlaktionen!
  • Es geht um den Besitz des HERRN, um heilige Verantwortung und den Auftrag GOTTES
    - nicht um noch mehr Akteure für zeitgeistverseuchte Egotrips, die ein alternatives, religiöses Freizeitangebot mit spirituellen Wellnessversprechen anbieten. 
  • Es geht um die Ernte dessen, was im Blut des LAMMES gesät wurde
    - nicht um ein erweitertes Planungsgremium, das toleranzbetrunken stets neu fragt, wie es die Leute denn gerne in diesem Jahr verschwenden wollten, was GOTT uns an Gnade wachsen läßt.
  • Es geht um die flehentliche Bitte an den HERRN der Ernte, dass ER doch Arbeiter ruft, damit die Ernte nicht verdirbt und nicht der geistliche Hunger ins Land zieht! 
  • Es geht um Menschen, die sich bereit erklären, alles zu lernen und zu tun, damit die "Trauben" und das "Korn" nicht verderben
    - nicht um Diebe und Strolche, die sich die Gaben des Himmels und der Erde stehlen und sie veruntreuen, um eigene Scheunen zu füllen. 
  • Es geht um die Ewigkeit, um die ewige Seligkeit
    - nicht um temporäre Befindlichkeitsverbesserung oder um falsche Schonung vor Mühe und Anspruch im Toleranztaumel einer profillosen "Alles-ist-ok-Gesellschaft"!
Dem HERRN gehört die Ernte - doch was für ein Geheimnis göttlicher Liebe und Güte, dass ER die Ernte bearbeitet wissen will, damit wir alle einmal beim himmlischen Hochzeitsmahl aus der Fülle verkosten dürfen, was heute durch jene "Arbeiter" eingeholt wurde, die keine Mühe scheuen und alles dafür geben! 

Wenn wir GOTTES Ruf gehorchen und alles für IHN tun - wird es uns und den uns Anvertrauten niemals an dem fehlen, was wirklich zählt! 
Der Anspruch des HERRN ist immer Heilszusage an uns!

Jeder getaufte Christ ist zunächst ganz allgemein eine gottgeweihte Person!
Im Priestertum, Ordensleben oder in einem anderen, (in besonderer Weise) GOTT-geweihten Stand konkretisiert und vertieft sich die Taufweihe in geheimnisvoller Weise.
CHRISTUS inniger nachfolgen, in eheloser Keuschheit, in Gehorsam und in Armut. 
Das ist stets Gabe, die erbeten und die empfangen sein will. 

Was die Welt nicht versteht und nicht weiß, weil sie immer in all der "ich-Verkrümmung" blind bleibt - das ist die Verheißung überfließender Gnadengaben, die nicht nur das eigene Wohl im Blick hat, sondern immer zuerst die Ehre GOTTES und das Heil aller Menschen. 

Gottgeweihtes Leben empfängt in seiner eigenen Schwäche doch immer 
volle Kraft vom Himmel - für allen Dienst in den Belangen hier auf der Erde!
Gottgeweihtes Leben verschenkt sich und verzichtet gerne aus Liebe,
um die Hände und das Herz frei zu haben - für die Fülle aller Gaben, die zuerst den Anderen gibt - aber im Letzten sich doch selbst überreich beschenkt findet.
Gottgeweihtes Leben sucht immer zuerst die Ehre des HERRN und das Wohl SEINER Kinder
und steht so auf geheimnisvolle Weise inmitten des Strahlfeldes SEINER Herrlichkeit, leuchtet selbst auf und wird zur Brücke des Heils, das nicht nur weitergeschenkt werden darf, sondern auch selbst erfüllt und erfahren wird.
Was für eine Gnade und was für eine Freude
alles zu geben - und alles neu und im göttlichen Maß neu empfangen zu dürfen, 
alles zu tun - in der Kraft, die aus der unerschöpflichen, ewigen Quelle entspringt
alles zu verlassen - um dennoch niemals mehr allein zu sein, sondern im Erlösungsgeheimnis und in der Teilhabe daran, einmal unzählige Menschen mitzubringen, wenn man heimkommen darf, ins himmlische Vaterhaus
alles zu vergessen - um in CHRISTUS die wahre Weisheit im Geheimnis des Kreuzes zu lernen 
alles aufzugeben - um alles zu gewinnen und nicht nur für sich selbst, sondern in geistlicher Vaterschaft und geistlicher Mutterschaft, die fruchtbar ist - für die Ewigkeit ...

Erbitten wir 
zur Ehre GOTTES
und zum Segen für die ganze Welt
geistliche Väter und Mütter,
vollmächtige Zeugen und Verkünder
für die Ernte GOTTES!

unser tägliches Gebet um geistliche Berufungen